Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan 

 

Kundalini Yoga ist eine Selbstschulung, um ein gesundes und glückliches Leben zu führen. Dieser Yoga ist dynamischer als der weitverbreitete Hatha-Yoga, ansonsten aber ähnlich. Angestrebt wird das Aufsteigen der Kundalini (schlafende Energie) durch die Chakras (Energiezentren) bis zum höchsten Chakra (Sahasrara), damit der Körper, Geist (Gedanken) und die Seele (Gefühle) ausgeglichen sind. Durch die Übungen werden die Nadis (Energiekanäle) und die Chakras gereinigt.

 

Kundalini Yoga wurde 1968 von Yogi Bhajan in den Westen gebracht.Traditionell wurde dieser Yoga in Indien nur von jedem Meister an wenige auserwählte Schüler weitergegeben.  

 

Yogi Bhajan sagte:"Kundalini Yoga sei am besten für die Menschen im Westen, die ein normales Familienleben führen, und die heutige schnelllebige Zeit geeignet.

Die Techniken des Kundalini Yoga wirken sehr schnell und können in kurzer Zeit positive Veränderungen und Ergebnisse erzielen. Kundalini Yoga sei eine Wissenschaft und keine Religion. Jeder kann Kundalini Yoga praktizieren." 

 

Kundalini Yoga besteht aus Asanas (Körperübungen), Meditationen (Geistschulung), Pranayama (Atemtraining) und Entspannung. Der Naad Yoga (Yoga des Klangs=Mantras, Gong)) ist auch ein wichtiger Aspekt des Kundalini Yogas.  

 

Was ist ein Mantra?  

 

Ein Mantra ist ein positiver Klang oder ein Lied. Das Singen eines Mantras vertieft die Atmung. Die Sauerstoffversorgung der Körperorgane und des Gehirns werden verbessert. Es wird auf natürliche Weise die Zwerchfell-Atmung (gesunde Vollatmung) aktiviert. Dieses führt zu einer besseren Entgiftung des Körpers. Das Singen von Mantras vermindert Stress und kann uns glücklich stimmen. Dadurch wird unser Immunsystem gestärkt. Unsere Gehirnwellen verlangsamen sich von dem normal schnellen Beta-Rhythmus in den Alpha-Bereich und der Parasympathikus (Ruhenerv) wird aktiviert. Der Strom der Alltagsgedanken wird unterbrochen und wir kommen in "Flow"- einen stressfreien Zustand des Fließens.  

 

Was ist eine Meditation?

 

Eine Meditation ist eine Geistschulung. Die Gedanken kommen durch eine Achtsamkeits- oder Konzentrationsübung zur Ruhe, so dass der Meditierende das Wesentliche im Leben erkennen kann. Meditation ist ein Heilungsprozess. Die Meditation führt zum inneren Frieden, Lebensfreude und Ruhe. Meditieren öffnet das Herz und macht den Meditierenden mitfühlender.    

 

Forschungen von Leipziger Neurowissenschaftler am Max-Planck-Institut haben ergeben, dass regelmäßige Meditation den Anterioren Cingulären Cortex, welcher bei Entscheidungsprozessen und Lernvorgängen eine wichtige Rolle spielt, stimuliert. Die graue Substanz im Gehirn, in der die Zellkörper der Nervenzellen sitzen, nimmt an Dichte zu und verbessert die jeweilige Funktion des Hirn-Areals.

 

Um nicht gewollte Verhaltensmuster durch neue, positive Muster zu ersetzen, ist es notwendig eine Meditation regelmäßig über einen bestimmten Zeitraum, ohne Unterbrechung,  durch zu führen. 

 

- 40 Tage, um eine Angewohnheit zu verändern

- 90 Tage, um die neue Angewohnheit zu stabilisieren

- nach 120 Tagen ist man die neue Angewohnheit  

- nach 1000 Tagen hat man die neue Angewohnheit gemeistert

 

Um einen speziellen Effekt mit einer Meditation zu erzielen, gibt es bestimmte Meditationszeiten.

 

3 Minuten:  

Die Meditation beeinflusst den Kreislauf, das elektromagnetische Feld (Aura) und die Stabilität des Blutes.

 

11 Minuten:

Die Meditation fängt an, das Drüsensystem und das Nervensystem zu verändern.

 

22 Minuten:

Die Meditation balanciert die drei Geisteszustände (positiver, negativer und neutraler Geist) und bringt sie dazu, zusammen zu arbeiten.

 

31 Minuten:

Die Meditation beeinflusst alle Zellen im Körper, die drei Gunas (Tamas, Rajas und Sattva) und 31 Tattwas (Daseinsfaktoren).

 

62 Minuten:

Die graue Substanz im Gehirn wird verändert.

 

2,5 Stunden:

Die menschliche Psyche und ihre Beziehung zu dem umgebenden magnetischen Feld wird verändert. 

 

 

 

 Stand: 18.09.2018